Nein zur Ernährungsinitiative: Wahlfreiheit statt staatlicher Ernährungslenkung
Mehr Versorgungssicherheit und eine starke Schweizer Landwirtschaft sind richtig. Die Initiative verlangt jedoch einen zu schnellen und tiefgreifenden Umbau unseres Ernährungssystems.
Am 27. September 2026 stimmen wir über die Ernährungsinitiative ab. Sie will den Netto-Selbstversorgungsgrad innerhalb von zehn Jahren auf mindestens 70 Prozent erhöhen und Produktion sowie Konsum stärker auf pflanzliche Lebensmittel ausrichten.
Saubere Böden, gesundes Trinkwasser und eine sichere Versorgung sind wichtige Ziele. Entscheidend ist aber der Weg. Der Netto-Selbstversorgungsgrad lag von 2022 bis 2024 im Mittel bei rund 45 Prozent. Ein Sprung auf 70 Prozent in nur zehn Jahren würde grosse Veränderungen bei Landwirtschaft, Verarbeitung und Ernährungsgewohnheiten voraussetzen.
Rund 60 Prozent der landwirtschaftlichen Nutzfläche eignen sich nicht für den Ackerbau. Gerade Grasland und Berggebiete können durch Kühe, Schafe und Ziegen sinnvoll für die Lebensmittelproduktion genutzt werden. Eine einseitige staatliche Lenkung würde regionale Betriebe, bereits getätigte Investitionen und die Vielfalt unserer Landwirtschaft unter Druck setzen.
Ich stehe für eine starke, vielfältige Schweizer Landwirtschaft, mehr Eigenversorgung und den Schutz unserer natürlichen Grundlagen – aber mit praxistauglichen Lösungen und ohne Bevormundung auf dem Teller. Darum sage ich Nein zur Ernährungsinitiative.
Quelle und weitere Informationen
Offizielle Informationen des Bundes